Cooperative Duisburg

Gemeinsam am 1. Mai für ein lebenswertes, weltoffenes Duisburg

Wir sind Duisburgerinnen und Duisburger, die sich zusammengefunden haben, um gemeinsam unsere Stadt stark zu machen als weltoffene, vielfältige und solidarische Kommune. Anlass dazu ist konkret der von der Partei Die Rechte am 01.Mai 2019 angekündigte landesweite Aufmarsch in Duisburg. Dass die Rechten diesen Tag gewählt haben ist eine besondere Provokation gegenüber der internationalen Arbeiterbewegung. Seit 154 Jahren ist der 1. Mai, der Tag der Arbeit, ein bedeutsamer Kampf- und Feiertag für die Rechte der arbeitenden Menschen weltweit.

Wir kommen aus unterschiedlichen Initiativen, Parteien, Gewerkschaften, kirchlichen Verbänden, unabhängigen Organisationen und Zusammenhängen. Auch wenn wir in unserer politischen Arbeit und in unseren Zielen nicht immer übereinstimmen, so eint uns doch die Überzeugung: Duisburg ist und bleibt eine offene Stadt und kein Ort für Nazis! Wir lassen nicht zu, dass Neofaschismus, Rassismus und Hass unser Klima bestimmen.

Wir begreifen uns als eine antifaschistische Initiative. Wir verstehen uns ebenso als eine emanzi- patorische Gruppe und wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung und gruppenbezogen- er Menschenfeindlichkeit, sei es (Alltags- und antimuslimischer) Rassismus, Antiziganismus, Anti- semitismus, Nationalismus, Sexismus oder Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit.

Wir wollen den Protest gegen Neonaziaufmärsche und -versammlungen in Duisburg organisieren und unüberhörbar laut werden lassen. Dabei sind wir solidarisch mit allen anderen Gruppen und Initiativen, die gegen den Rechtsradikalismus und Rassismus auf die Straße gehen. Wir werden uns nicht in „gute“ und „schlechte“ Antifaschist*innen spalten lassen.

Für uns ist klar, dass die große Mehrheit der Menschen unserer Stadt auf der Seite von Humanität, Solidarität mit Menschen in Not, insbesondere Geflüchteten steht und braunes völkisches Denken und Spaltung ebenso wie wir ablehnt. Wir sind viele, unser Protest ist daher auf breite Füße zu stellen und wird das bunte Spektrum der demokratischen Duisburger*innen umfassen.

Gegen Menschen gerichtete Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung lehnen wir strikt ab. Von keiner unserer Veranstaltungen wird Gewalt ausgehen. Flaggen und Symbole politischer Parteien, Gewerkschaften, Jugendorganisationen und aller weiteren den Protest tragen- den Gruppen sind ausdrücklich willkommen: denn diese Vielfalt ist eine unserer größten Stärken. Klar muss aber sein: Wir wollen die Naziaufmärsche in Duisburg stoppen. Das eint uns und das allein soll die Basis unserer Zusammenarbeit sein in gegenseitigem Respekt und politischer Kreativität. Gruppen-Egoismus, politische Hahnenkämpfe und Missachtung der demokratischen Meinungsvielfalt haben in unserer Initiative keinen Platz.

DuisPUNKT+Wir
Bis jetzt haben sich als Unterstützer*innen erklärt:

GEW Stadtverband Duisburg, DUISPUNKT, Friedensform Duisburg, die Linke Kreisverband Duisburg, VVN-BdA Duisburg, Georgswerk Duisburg, Petershof Duisburg, Flüchtlingsrat Duisburg, Doris Stegemann, Cooperative Duisburg, Neumühler Erklärung, Omas gegen Rechts Dinslaken, Seebrücke Dinslaken, GEW Kreisverband Wesel, Bündnis gegen Rechts Dinslaken, Kultursprung e.V., Claus Krönke, Luise Hoyer, SG1, Peter Pagel, Ofju e.V. – Offene Jugendarbeit Neumühl, die Nordlichter, Medienbunker Marxloh, Dr. Detlef Feldmann, Maggy Wösthoff, Stattchor Duisburg, Initiative Holtener Straße, Gerd Schwemm, Monika Lamby, Seebrücke Duisburg, Christian Saris, Constanze und Johanna Bohmann, Federic Krampitz, Empathie e.V., MLPD Duisburg-Niederrhein-Oberhausen, Info- Gruppe Nord, Manfred Tietz, Flüchtlingspatengruppe Du-Nord, Ruhrschäferei, Attac Gruppe Duisburg, Weltbühne, die Grünen Duisburg OV Mitte, Gudrun Heyens, Susanne Breidenbach, Kants Garten, Claudia & Heiner Leiße, Atelier Kook Dinslaken, Theo Steegmann, Hendrik Thomé, Bündnis 90/Die GRÜNEN, Kreisverband Duisburg, Pollok – neues Glück, Christa Bröcher, Prem Lueers Martina Meyer-Heil, Josef Tobias. Hildegard Bauschlicher, Heike Tietz…

Eine Reaktion auf “Gemeinsam am 1. Mai für ein lebenswertes, weltoffenes Duisburg

  1. Hi Jan, es gibt aktuell Veranstaltungen, auf die ich gerne hinweisen möchte:

    Am Internationalen Tag gegen Rassismus findet in der Duisburger Innenstadt von 12. bis 14.00 Uhr eine Aktion mit Musiker*innen aus aller Welt für ein gemeinsames Miteinander gegen Rassismus statt. Mit dabei sind: Attac Duisburg, VVN-BdA, aric-NRW, Amnesty International Gruppe Duisburg, Seebrücke Duisburg u.a.

    Am 13.03.2019 findet eine offene Kreativwerkstatt im Internationalen Zentrum, Flachsmarkt 15 von 13.45 bis 15.45 Uhr statt. Hier werden Plakate, Schilder und Transparente für den Internationalen Aktionstag gegen Rassismus gemalt und gestaltet.

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